Was ist „Duzonku“? Wie ein koreanischer Dessert-Trend entstand – und wieder verschwand
Koreanische Trends und Küche
In den letzten Monaten gab es in Südkorea einen Dessert-Trend, der extrem schnell populär wurde: „Duzonku“ (두쫀쿠).
Der Name ist eine Abkürzung für „Dubai-Chewy Cookie“, also einen „zähen“ oder „chewy“ Keks im Dubai-Stil.
Interessanterweise kommt dieses Dessert nicht wirklich aus Dubai, sondern wurde in Korea entwickelt und nur mit einem exotischen Namen vermarktet. Die Kombination aus auffälligem Aussehen, luxuriösen Zutaten und Social-Media-Marketing machte es innerhalb kürzester Zeit berühmt.
Wie wurde Duzonku plötzlich so populär?
Der Erfolg von Duzonku folgte einem typischen modernen Trend-Muster:
1. Social Media als Startpunkt
Alles begann mit kurzen Videos auf Plattformen wie Instagram und TikTok.
Influencer zeigten:
- das Brechen des Cookies
- das Herausziehen der klebrigen Füllung
- glänzende Pistaziencreme
- knusprige und gleichzeitig weiche Texturen
Diese visuell starken Clips wurden vom Algorithmus verbreitet und erreichten Millionen von Nutzern.

2. Prominente verstärken den Hype
Als bekannte Persönlichkeiten anfingen, Duzonku zu essen oder selbst zu backen, stieg das Interesse explosionsartig.
Menschen wollten denselben Trend ausprobieren, weil sie ihn überall sahen.
In Korea entstanden sogar Warteschlangen vor Bäckereien, nur um diesen einen Cookie zu kaufen.

3. Massenproduktion und „FOMO-Marketing“
Nachdem der Trend viral ging:
- Convenience Stores begannen, ähnliche Produkte zu verkaufen
- Medien berichteten über steigende Preise und ausverkaufte Shops
- Online-Karten zeigten, wo man Duzonku kaufen konnte
Das führte zum sogenannten FOMO-Effekt (Fear Of Missing Out) – viele Menschen wollten das Dessert probieren, bevor es ausverkauft ist
Was steckt eigentlich in einem Duzonku?
Das Besondere an Duzonku ist die Kombination aus knusprig und zäh (chewy).
Typische Zutaten sind:
- Pistazienpaste
- Kadaif (feine Teigfäden aus dem Nahen Osten)
- Marshmallow
- Schokolade
- Butterkeks-Teig
Diese Mischung sorgt für die typische „knusprig außen, weich innen“-Textur, die besonders beliebt wurde.
Einfaches Duzonku-Rezept für zu Hause
Hier ist eine vereinfachte Version, die man auch in Deutschland ausprobieren kann.
Zutaten
Für die Füllung:
180 g Pistaziencreme (Pistazienpaste)
200 g Kadaif (feine Teigfäden, optional)
60 g weiße Schokolade
Für die äußere Schicht:
10 g Butter
350 g Marshmallows
2 EL Kakaopulver
2–3 EL Milchpulver

Zubereitung (Schritt-für-Schritt)
1. Kadaif vorbereiten
Zuerst das Kadaif klein schneiden.
Dann eine Pfanne mit etwas Butter erhitzen und das Kadaif bei niedriger Hitze anrösten, bis es goldbraun und knusprig ist.
2. Pistazienfüllung herstellen
Die weiße Schokolade schmelzen.
Danach mit der Pistaziencreme vermischen.
Anschließend das geröstete Kadaif dazugeben und alles gut verrühren.
Die fertige Masse in kleine Portionen teilen und zu Kugeln formen.
Diese Kugeln für etwa 30 Minuten in den Gefrierschrank legen, damit sie fest werden.
3. Äußere Schicht herstellen
Butter und Marshmallows bei niedriger Hitze langsam schmelzen.
Dabei ständig rühren, bis eine zähe Masse entsteht.
Dann:
- Milchpulver hinzufügen
- Kakaopulver hinzufügen
- Alles gut vermischen
Jetzt entsteht ein elastischer, klebriger Teig.
4. Füllung einwickeln
Die Marshmallow-Masse flach drücken.
Eine gefrorene Pistazienfüllung in die Mitte legen.
Den Teig vorsichtig um die Füllung schließen und zu einer runden Form rollen.
5. Fertigstellen
Zum Schluss die fertigen Duzonku-Cookies leicht mit Kakaopulver bestäuben.
Dann im Kühlschrank fest werden lassen.
Danach sind die Duzonku bereit zum Essen!

Warum ist der Trend schon wieder vorbei?
So schnell der Trend begann, so schnell verschwand er auch.
Neue Desserts erschienen plötzlich auf dem Markt, zum Beispiel andere innovative Süßspeisen, die die Aufmerksamkeit der Konsumenten übernahmen. ()
Ein weiteres Problem war Überangebot:
- Viele Geschäfte verkauften ähnliche Produkte
- Die Neuheit verschwand
- Kunden wurden schnell „müde“ von immer denselben Trends
In einigen Fällen sank das Suchinteresse innerhalb weniger Wochen deutlich, was zeigt, wie kurzlebig moderne Food-Trends geworden sind.
Fazit
Duzonku war ein perfektes Beispiel für einen modernen Food-Trend:
- Er entstand durch Social Media
- wurde durch Prominente verbreitet
- verbreitete sich extrem schnell
- und verschwand fast genauso schnell wieder
Auch wenn der Trend vorbei ist, bleibt der Geschmack – und vielleicht wird dieses Dessert eines Tages wieder neu entdeckt.
Vielleicht probierst du es ja selbst aus!

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